“Ein dreistöckiger goldener Pavillon, der drei architektonische Epochen vereint und sich perfekt in einem ruhigen Spiegelteich inmitten eines klassischen Zen-Gartens widerspiegelt.”
Kinkaku-ji ist der populäre Name von Rokuon-ji (鹿苑寺), seinem offiziellen Tempelnamen, der vom buddhistischen Titel von Shogun Ashikaga Yoshimitsu abgeleitet ist. Die Anlage wurde 1397 während der Muromachi-Zeit erbaut und diente ursprünglich als Yoshimitsus Altersruhesitz, bevor sie nach seinem Tod in einen Rinzai-Zen-Buddhistischen Tempel umgewandelt wurde.
Das Herzstück des Tempels ist der Goldene Pavillon (Kinkaku), ein dreistöckiges Gebäude, das auf einzigartige Weise architektonische Stile aus verschiedenen Epochen der japanischen Geschichte vereint.
-
Erste Etage – Hō-sui-in: Im Shinden-zukuri-Stil der Heian-Aristokratie erbaut, mit Naturholz und weißen Putzwänden, die Eleganz und höfische Verfeinerung zum Ausdruck bringen.
-
Zweite Etage – Chō-on-dō: Im Buke-zukuri-Stil der Samurai-Residenzen entworfen, dessen Äußeres mit Blattgold bedeckt ist und dessen Inneres den Bodhisattva Kannon (Avalokiteshvara) verehrt.
-
Dritte Etage – Kukkyō-chō: Im chinesisch beeinflussten Zen-Stil erbaut, innen und außen vollständig vergoldet und mit einem Hō-ō (Phönix) gekrönt. Der heutige Phönix besteht aus vergoldeter Bronze für Wetterbeständigkeit, während das Original – das das Feuer von 1950 überstand – im Tempelmuseum aufbewahrt wird.
Vor dem Pavillon liegt Kyōko-chi (Spiegelteich), der sorgfältig entworfen wurde, um den Goldenen Pavillon mit nahezu perfekter Symmetrie zu reflektieren. Der Teich enthält kleine Inseln und symbolische Felsformationen, die die buddhistische Sicht des Universums darstellen und sich in Schönheit mit den Jahreszeiten und dem Licht verändern.
Entlang des Wanderweges begegnen Besucher auch:
-
Anmintaku Teich (Weißer Schlangen-Teich), ein kleiner Wunschbrunnen, in dem Besucher Münzen auf drei Steinstatuen werfen, um für Glück zu beten.
-
Ryumon Wasserfall, mit dem Rigyo-seki (Karpfenstein) unterhalb der Kaskade, inspiriert von einer chinesischen Legende, in der ein Karpfen, der flussaufwärts schwimmt, zu einem Drachen wird.
-
Sekka-tei Teehaus, auf einem sanften Hügel gelegen, bietet einen friedlichen Rastplatz und eine wunderschöne Aussicht auf das Tempelgelände am späten Nachmittag.
Die heutige Struktur stammt aus dem Jahr 1955 und wurde nach einem verheerenden Brandanschlag im Jahr 1950 wieder aufgebaut, mit einer umfassenden Restaurierung im Jahr 1987, die die Dicke und Haltbarkeit des Blattgolds erhöhte. Getreu der Zen-Philosophie ist das Innere des Goldenen Pavillons nicht für die Öffentlichkeit zugänglich, was die Wertschätzung ohne Besitz betont.
Wie man dorthin kommt
-
Vom Bahnhof Kyoto:
-
Nehmen Sie den Kyoto City Bus Nr. 101 oder 205
-
Steigen Sie an der Bushaltestelle Kinkakuji-michi aus
-
Gehen Sie ca. 5 Minuten
-
-
Mit dem Taxi vom Zentrum von Kyoto: ca. 20–30 Minuten, je nach Verkehrslage
Reisen
-
Die besten Besuchszeiten sind am frühen Morgen (gegen 9:00 Uhr) oder am späten Nachmittag (nach 16:00 Uhr), um Menschenmassen zu vermeiden und weicheres Licht zu genießen
-
Herbstlaub und Winterschnee erzeugen besonders eindrucksvolle Spiegelungen auf dem Teich
-
Die Eintrittskarte ist ein Ofuda (schützender Talisman), der häufig als bedeutungsvolles Souvenir aufbewahrt wird
Eintrittsgebühr:
-
Erwachsene: 500 Yen
-
Grund- und Realschüler: 300 Yen
(Aktualisiert für 2024–2025)
Öffnungszeiten:
- Täglich geöffnet von 09:00 bis 17:00 Uhr