“Das auffälligste Merkmal ist die "alte Ordinationshalle" mit ihren seltenen "Hoop Taem" (traditionelle thailändische Wandmalereien) sowohl innen als auch außen. Die Malereien zeigen das Dorfleben und Szenen aus dem "Sin Sai"-Epos in einem einzigartigen Stil mit Blau-, Indigo- und Erdtönen in den trockenen Pigmenten.”
Wat Sanuan Wari Phatthanaram ist ein bedeutendes kulturelles Heiligtum, das die spirituelle und künstlerische Essenz des Isan-Volkes verkörpert. Das Herzstück des Tempels ist das "Sim" oder die alte Ordinationshalle, die im lokalen architektonischen Stil während der Regierungszeit von König Chulalongkorn (Rama V.) um 1922 erbaut wurde. Was diesen Tempel zu nationaler Bedeutung erhebt, ist sein bemerkenswertes "Hoop Taem"—die alten Wandmalereien, die sowohl die Außen- als auch die Innenwände des Sim schmücken. Diese Wandmalereien wurden von lokalen Volkskünstlern mit natürlichen Pulverpigmenten in mühevoller Handarbeit gefertigt, wobei auffällige Indigo-Blautöne, erdige Gelbtöne und Zinnoberrot vorherrschen.
Der thematische Inhalt dieser Wandmalereien ist außergewöhnlich fesselnd; anstatt sich strikt an die traditionelle buddhistische Hagiographie zu halten, konzentrieren sie sich stark auf das lokale literarische Meisterwerk "Sin Sai" (Sangkh Silp Chai). Dieses Epos dient der Isan-Gemeinschaft seit Generationen als moralischer und ethischer Kompass. Die Illustrationen bieten ein lebendiges Fenster in die Vergangenheit und dokumentieren die Sozialgeschichte durch Darstellungen traditioneller Kleidung, indigener Lebensgrundlagen und die Feier regionaler Feste, die als "Heet Sip Song Khong Sip See" bekannt sind. Darüber hinaus zeigen die Wandmalereien skurrile Darstellungen von Fabelwesen aus dem Himmapan-Wald, die durch die einzigartige kreative Linse der Dorfkünstler interpretiert werden.
Architektonisch ist das Sim ein bescheidenes, einstöckiges Gebäude mit einem Giebeldach, das mit Terrakotta-Ziegeln gedeckt ist. Kleine Fensteröffnungen wurden absichtlich entworfen, um die strukturelle Integrität der Wände zu erhalten und eine stabile Leinwand für die umfangreichen Wandmalereien zu bieten. Das Tempelgelände ist harmonisch in das umliegende Kulturdorf Ban Kok integriert, eine Gemeinde, die für ihre traditionelle Mudmee-Seidenweberei bekannt ist. Der Besuch dieses Tempels ist weit mehr als eine spirituelle Reise; es ist eine Reise in die Vergangenheit, die eine seltene Gelegenheit bietet, sich mit den authentischen Wurzeln und dem anhaltenden Stolz der Isan-Kunst zu verbinden, die in der Moderne weiterhin floriert.
Wie man dorthin kommt
- Vom Stadtzentrum von Khon Kaen nehmen Sie den Highway 2 (Mittraphap Road) in südlicher Richtung (in Richtung Amphoe Phon). An der Kreuzung Ban Phai biegen Sie rechts auf den Highway 229 in Richtung Amphoe Chonnabot ab. Folgen Sie dann den Schildern nach Ban Kok, Tambon Hua Rabue. Die Gesamtstrecke beträgt ca. 60-70 Kilometer.
Reisen
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Es ist am besten, den Tempel am Morgen oder späten Nachmittag zu besuchen, da das Sonnenlicht die Wandmalereien wunderschön beleuchtet und es nicht zu heiß ist.
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Da dies ein wichtiger religiöser Ort für die Gemeinde ist, kleiden Sie sich bitte respektvoll.
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Berühren Sie die Wandmalereien nicht direkt mit Ihren Händen, um Schäden an der alten Farbe zu vermeiden.
- Ein Besuch während buddhistischer Feiertage oder wichtiger religiöser Feiertage ermöglicht es Ihnen, die Atmosphäre des Verdiensterwerbs und die Lebensweise der Gemeinschaft hautnah zu erleben.
Eintrittspreise:
- Freier Eintritt. Es gibt keinen Eintrittspreis für thailändische oder ausländische Besucher.
Öffnungszeiten:
- Täglich geöffnet von 08:00 bis 17:00 Uhr. (Die Öffnungszeiten können sich während wichtiger buddhistischer Feiertage oder je nach den täglichen klösterlichen Pflichten der Mönche geringfügig ändern).