“Ein legendärer Zen-Tempel, der monumentale Geschichte, tiefgründige Zen-Philosophie und eine der atemberaubendsten Herbstlandschaften Kyotos vereint.”
Tofuku-ji Tempel wurde 1236 vom mächtigen Fujiwara-Clan gegründet und dient als Haupttempel der Rinzai-Zen-Sekte. Er gehört zu den Kyoto Gozan, den fünf wichtigsten Zen-Tempeln in Kyoto. Der Name „Tofuku-ji“ wurde aus den Namen zweier grosser Tempel in Nara abgeleitet – Tōdai-ji und Kōfuku-ji – und spiegelt den Ehrgeiz wider, einen Tempel zu errichten, der den historischen buddhistischen Zentren Japans an Ansehen in nichts nachsteht.
Tofuku-ji wird landesweit als eines der schönsten Ziele für die Besichtigung von Herbstlaub gefeiert. Wenn der Herbst kommt, verwandeln mehr als 2.000 Ahornbäume das Tempelgelände in einen lebendigen Teppich aus Rot, Orange und Gold. Dieses saisonale Spektakel macht Tofuku-ji immer wieder zu einem der Top-Fünf-Spots für die Besichtigung von Herbstlaub in Kyoto.
Das kultigste Merkmal des Tempels ist die Tsūtenkyō Brücke, eine lange Holzbrücke im Korridorstil, die ein mit Ahorn bewachsenes Tal überspannt. Ende November ähnelt der Blick von der Brücke einem Meer aus purpurroten Blättern, was sie zu einem der meistfotografierten Motive Kyotos macht. Ein ebenso beeindruckender Fotospot ist die Gaen-kyō Brücke, eine öffentliche Brücke, die parallel zur Tsūtenkyō verläuft, wo Besucher das volle Profil der Tsūtenkyō mit Herbstlaub umrahmt aufnehmen können, ohne Eintritt bezahlen zu müssen.
Ein weiteres Highlight sind die Hōjō Gärten, ein Meisterwerk des renommierten Landschaftsarchitekten Mirei Shigemori aus der Showa-Ära. Die vier Gärten rund um die Hōjō-Halle repräsentieren die buddhistische Geschichte und Kosmologie, einschliesslich des Berges Meru und der mythischen Inseln der Unsterblichkeit. Der Nordgarten mit seinem markanten Schachbrettmuster aus Moos- und Steinplatten ist zu einem international anerkannten Symbol für modernes Zen-Gartendesign geworden.
Der Tempel beherbergt auch das Sanmon Tor, das älteste erhaltene Zen-Tempeltor Japans. Es wurde 1425 fertiggestellt, ist über 22 Meter hoch und als Nationalschatz ausgewiesen. Es repräsentiert die Entwicklung der japanischen Zen-Architektur über den starken chinesischen Einfluss hinaus.
Ein seltenes kulturelles Merkmal auf dem Gelände ist der Tōsai oder die „Hundert-Loch-Toilette“, die älteste und grösste Tempeltoilette Japans. Sie wurde während der Muromachi-Zeit erbaut und als wichtiges Kulturgut ausgewiesen und bietet einen faszinierenden Einblick in das tägliche Klosterleben in historischen Zen-Tempeln.
Rund um Tofuku-ji gibt es mehrere Untertempel, die einen Besuch wert sind, darunter Komyo-in, der für seinen eleganten Steingarten und die weitaus geringere Besucherzahl bekannt ist – ideal für Reisende, die ein ruhigeres und kontemplativeres Zen-Erlebnis suchen.
Wie man dorthin kommt
- Etwa 10 Gehminuten vom Bahnhof Tōfukuji über die JR Nara Line oder die Keihan Main Line. Die Anreise vom Zentrum Kyotos ist bequem und unkompliziert.
Reisen
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Besuchen Sie den Tempel im Herbst mindestens 30 Minuten vor der Öffnung oder etwa eine Stunde vor der Schliessung, um die grössten Menschenmassen zu vermeiden.
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Die besten Weitwinkelaufnahmen von der Tsūtenkyō Brücke erhalten Sie von der Gaen-kyō Brücke, einem öffentlichen Zugangspunkt ausserhalb des kostenpflichtigen Bereichs.
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Nehmen Sie sich Zeit, um langsam durch die Hōjō Gärten zu gehen und deren symbolisches und philosophisches Design voll und ganz zu würdigen.
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Tragen Sie Schuhe, die leicht auszuziehen sind, und saubere, warme Socken, da die Schuhe in bestimmten Gebäuden ausgezogen werden müssen und Holzböden im Herbst und Winter sehr kalt sein können.
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Erwägen Sie den Besuch nahegelegener Untertempel wie Komyo-in für eine ruhigere Atmosphäre abseits der grossen Menschenmassen.
Eintrittsgebühr
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Hōjō Gärten: ca. 500 Yen
Tsūtenkyō Brücke: ca. 600 Yen (kann in der Hochsaison im Herbst auf ca. 1.000 Yen steigen)
Öffnungszeiten
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09:00–16:00
Im November können die Öffnungszeiten früher sein, gegen 08:30 Uhr