“Machen Sie eine Bootsfahrt, um Luang Pho Sila im Wat Tilok Aram (dem Tempel im See) zu verehren, beobachten Sie den wunderschönen Sonnenuntergang über dem See, schlendern Sie durch den schattigen Park mit Bergkulisse und probieren Sie den berühmten Phayao-Tilapia-Fisch.”

Der Phayao-See (Phayao Lake) liegt geologisch im "Phayao-Becken", einer sedimentären Senke, die durch alte Verwerfungsbewegungen entstanden ist. Diese Topographie schuf ein tiefliegendes Einzugsgebiet, das Abfluss vom Phi Pan Nam-Gebirge im Westen und Süden aufnimmt. Bevor das Fischereiministerium 1939 die Fischereistation und das Wassertor errichtete, bestand dieses Gebiet aus mehr als zehn kleinen Sümpfen und kurzen Bächen, wie Nong Iang und Nong Du. Die anschließende Umwandlung in ein Reservoir überflutete riesige landwirtschaftliche Flächen und alte religiöse Stätten und schuf ein geschlossenes Süßwassersee-Ökosystem, das bis heute das größte in Nordthailand ist.

In Bezug auf Archäologie und Geschichte stellt der Phayao-See eine komplexe Überlappung antiker Zivilisationen aus der Sandsteinzeit dar. Unterwasseruntersuchungen haben mehr als zehn versunkene Tempel aufgedeckt, wobei der Tilok Aram Tempel als spirituelles Epizentrum dient. Inschriften deuten darauf hin, dass dieser Tempel während der Herrschaft von König Tilokaraj dem Großen von Lanna gebaut wurde, um Verdienste zu erlangen und die Macht des Reiches über die Region Phayao zu demonstrieren. Die langfristige Überflutung führte zur Ansammlung von Seesedimenten, die paradoxerweise dazu beitrugen, die Ziegel- und Sandsteinstrukturen vor atmosphärischer Erosion zu "schützen". Dies führte schließlich zur erfolgreichen Bergung von Luang Phor Sila, einer 500 Jahre alten Sandstein-Buddha-Statue, die nun für die öffentliche Verehrung aufgestellt wurde.

Die Artenvielfalt des Phayao-Sees ist immens, was ihm den Titel "Nahrungsmittelbank des Oberen Nordens" einbrachte. Er ist ein wichtiger Lebensraum für eine riesige Population von Süßwasserfischen, insbesondere für diejenigen aus den Familien der Cyprinidae (Karpfen) und Welse. Darüber hinaus dient er als Zufluchtsort für Zugvögel und ansässige Wasservögel, wie Zwergpfeifgänse, Weißbrust-Ralle und Reiher, die während des Winters Zuflucht zwischen Wasserpflanzen wie heiligen Lotus und Wasserhyazinthen suchen. Der See spielt auch eine entscheidende Rolle bei der Kontrolle der Wasserqualität und wirkt als natürlicher Schwamm, der Überschwemmungen im Ing-Flussbecken und im Oberen Mekong verhindert.

In Bezug auf Ressourcenmanagement und handwerkliche Fischerei gelten für den Phayao-See strenge Vorschriften, um die Nachhaltigkeit zu gewährleisten. Während der Laichzeit (ungefähr Juni bis August) werden Schutzzonen und geschlossene Buchten eingerichtet. Lokale Fischer pflegen traditionelle Lebensweisen mit nicht-destruktiven Werkzeugen wie Wurfgarnen und Bambusfallen. Darüber hinaus unterstützt der See die Zucht von Kleinschuppigen Schlammkarpfen und die regulierte Käfighaltung, wodurch die lokale Wirtschaft durch berühmte verarbeitete Produkte wie Pla Som Phayao (fermentierter Fisch) angekurbelt wird.

Räumlich zusammenfassend ist der Phayao-See weit mehr als ein Nutzreservoir; er ist ein Symbol für die Anpassung zwischen alten Gemeinschaften und moderner Technologie. Diese Gewässer verbinden Menschen durch religiösen Glauben und gemeinsame Ressourcen. Ein Besuch hier bietet ein tiefes Verständnis der Dynamik des Wassers, das die Identität und Entwicklung von Phayao von der fernen Vergangenheit bis zur Gegenwart geprägt hat.


Wie man dorthin kommt

Privatwagen / öffentliche Verkehrsmittel:

  • Bequem über die Phahonyothin Road erreichbar und in der Nähe des Stadtzentrums.

Vom Busbahnhof Phayao:

  • Etwa 24 Minuten Fahrt (ca. 14,9 km).

Lokaler Transport:

  • Songthaew- und Tuk-Tuk-Dienste stehen zur Verfügung, um das Seeufer leicht zu erreichen.

Reisen

Beste Reisezeit:

  • Abend: Perfekt zum Entspannen und Beobachten des Sonnenuntergangs.
  • Kühle Jahreszeit (Nov–Feb): Genießen Sie kühles Wetter und malerische Ausblicke, ideal für Fotos.

Vorbereitungstipps:

  • Bringen Sie Bargeld für den Bootsservice und das Essen am Seeufer mit.

Eintrittsgebühr:

  • Kein Eintritt (öffentlicher Bereich).

Öffnungszeiten:

  • Öffentlicher Bereich: 24 Stunden geöffnet.
  • Bootsservice zum Tempel: 07:00 Uhr – 19:00 Uhr.

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