“Bewundern Sie die exquisite, antike goldene Mehrzweckhalle aus Teakholz, die mit erstklassigen Holzschnitzereien geschmückt ist, sowie atemberaubende 300 Jahre alte Wandmalereien und historische Kampfspuren an den Holztüren.”
Yai Suwannaram Woravihara Tempel (Yai Suwannaram Woravihara Temple) , von Einheimischen allgemein als “Wat Yai” bekannt, ist ein königliches Kloster dritter Klasse und einer der wichtigsten Kulturschätze der Ayutthaya-Kunst in Phetchaburi. Es wird vermutet, dass es um das 17.–18. Jahrhundert gegründet wurde und in verschiedenen Epochen restauriert wurde. Der Tempel gilt als kulturelles Juwel aufgrund seiner außergewöhnlichen Erhaltung der Originalstrukturen, architektonischen Formen und traditionellen Handwerkskunst.
Die bemerkenswerteste Struktur innerhalb des Tempels ist die Predigthalle aus Teakholz, die vollständig aus goldenem Teakholz gebaut wurde. Ursprünglich diente dieses Gebäude als königliche Residenz von König Suriyenthrathibodi (König Suea) des Königreichs Ayutthaya. Später wurde es abgebaut und Somdet Phra Sangkharat (Taengmo) gespendet, um als Predigthalle wieder aufgebaut zu werden. Diese Holzkonstruktion ist ein herausragendes Beispiel für königliche Handwerkskunst und traditionelle thailändische Handwerkstechniken, die heute selten zu sehen sind.
Eines der markantesten Merkmale des Tempels sind die kunstvoll geschnitzten Holztüren, die mit spiralförmigen Kanok-Motiven geschmückt sind. Sichtbare Axtspuren an den Türen sollen von burmesischen Soldaten während des Falls von Ayutthaya im Jahr 1767 (B.E. 2310) hinterlassen worden sein, als sie versuchten, sich gewaltsam Zutritt zu verschaffen. Diese Spuren sind ein greifbarer historischer Beweis für vergangene Konflikte und verleihen dem Ort einen tiefen emotionalen und historischen Wert.
Im Inneren der Ordinationshalle zeigt das wichtigste Buddha-Bild ein ungewöhnliches Merkmal — sechs Zehen an jedem Fuß —, das oft als symbolisches buddhistisches Rätsel interpretiert wird, das zur Kontemplation und gelehrten Interpretation einlädt. Die Innenwände sind mit alten Tempera-Wandmalereien geschmückt, die himmlische Versammlungen darstellen und in der späten Ayutthaya-Zeit gemalt wurden. Die Wandmalereien haben ihre ursprünglichen zarten Linien, gedämpften Farben und raffinierten Kompositionen beibehalten und repräsentieren buddhistische Kunst auf höchstem Niveau.
Die umliegende Atmosphäre des Tempels ist friedlich, schattig und erinnert an die Vergangenheit, mit alten hölzernen Mönchsunterkünften, alten Teichen und Stuckdekorationen an Giebeln, die im unverwechselbaren Schiffsbasis-Stil der späten Ayutthaya-Architektur gestaltet sind. Ein Spaziergang durch das Tempelgelände ist wie eine Reise in die Vergangenheit, die es Besuchern ermöglicht, den künstlerischen und spirituellen Wohlstand einer historischen Handwerksstadt zu erleben, ohne von modernen Strukturen gestört zu werden.
Der Yai Suwannaram Woravihara Tempel dient als unschätzbares Lernzentrum für Handwerker, Historiker und Fotografen, die sich für traditionelle Holzarchitektur, Schnitztechniken und klassische buddhistische Kunst interessieren. Paare und Familien besuchen ihn oft, um “Luang Pho Hok Niu” (dem Buddha mit den sechs Zehen) für Glück zu huldigen und gleichzeitig in ein lebendiges Kulturerbe einzutauchen, das seit Jahrhunderten bewahrt wird.
Wie man dorthin kommt
Mit dem Auto:
- Von der Phetkasem Road fahren Sie in das Stadtzentrum von Phetchaburi und fahren Sie in Richtung Phong Suriya Road. Der Tempel ist leicht an der Straße zu erkennen und es stehen Parkplätze zur Verfügung.
Öffentliche Verkehrsmittel:
- Nehmen Sie einen Van oder Bus vom Transportbahnhof Phetchaburi oder mieten Sie ein lokales Taxi/Tuk-Tuk innerhalb der Stadt zu den Toren des Tempels.
Mit dem Zug:
- Steigen Sie am Bahnhof Phetchaburi aus und nehmen Sie ein Motorradtaxi oder einen lokalen "Songthaew" (Baht-Bus), der die Stadt umrundet.
Reisen
Beste Reisezeit:
- Das ganze Jahr über zugänglich, aber die Morgenstunden (08:00 – 10:00) bieten die beste Beleuchtung für die Fotografie und kühlere Temperaturen.
Schuhe und Kleidung:
- Bitte kleiden Sie sich höflich, da dies ein königlicher Tempel ist; Vermeiden Sie kurze Röcke, Shorts oder ärmellose Oberteile. Schuhe müssen vor dem Betreten der Halle und Kapelle ausgezogen werden.
Fotografie:
- Fotografieren ist in der Kapelle erlaubt, aber bitte schalten Sie Ihren Blitz aus, um Schäden an den alten Wandmalereien zu vermeiden.
Lokale Kultur:
- Probieren Sie nach Ihrem Besuch lokale Phetchaburi-Delikatessen wie "Khanom Mo Kaeng" (Pudding) oder "Khao Chae" (gekühlter Reis) auf dem nahe gelegenen Markt, um den lokalen Lebensstil kennenzulernen.
Planung:
- Der Tempelkomplex ist kompakt; Ein detaillierter Besuch dauert etwa 1-2 Stunden. Es kann leicht mit einem Ausflug nach Phra Nakhon Khiri (Khao Wang) kombiniert werden.
Eintrittsgebühr
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Einheimische Besucher: Erwachsene frei, Kinder frei
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Ausländische Besucher: Erwachsene frei (Spenden für die Tempelrestaurierung sind willkommen)
Öffnungszeiten:
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Allgemeine tägliche Öffnungszeiten: 08:00 – 17:00
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Die Mehrzweckhalle kann kurzzeitig zur Reinigung oder während religiöser Zeremonien geschlossen sein