“Ein historisches Hanamachi, in dem Geiko und Maiko noch heute arbeiten, umgeben von traditionellen Machiya-Stadthäusern und jahrhundertealten Teehäusern.”
Gion ist eines der einflussreichsten Hanamachi (Geisha-Viertel) in Japan, dessen Ursprünge bis in die Edo-Zeit zurückreichen. Es entwickelte sich zunächst als Unterkunftsgebiet für Pilger, die den Yasaka-Schrein besuchten, bevor es sich zum wichtigsten Zentrum für gehobene Unterhaltung und elitäre Gastfreundschaftskultur in Kyoto entwickelte.
In Kyoto werden Geishas lokal als Geiko bezeichnet, während Lehrlinge Maiko genannt werden – eine Unterscheidung, die Kyotos einzigartige kulturelle Identität widerspiegelt. Sowohl Geiko als auch Maiko arbeiten noch heute aktiv in Gion und bewahren Traditionen, die seit Generationen weitergegeben werden.
Die Hauptschlagader des Viertels ist die Hanami-koji-Straße, eine wunderschön erhaltene Straße mit traditionellen Machiya-Holzstadthäusern. Viele dieser Gebäude dienen noch immer als Ochaya (Teehäuser) und gehobene Kaiseki-Restaurants. Zwischen ca. 17:00–18:00 Uhr können Besucher Geiko und Maiko auf dem Weg zu Abendterminen erblicken – ein authentischer Moment, der Gion als lebendiges, arbeitendes Kulturviertel und nicht als statische Touristenattraktion offenbart.
Im Norden liegt der ruhige Shirakawa-Kanal, begleitet von der Shinbashi-dori-Straße, einer parallelen Gasse, die oft als eine der schönsten Straßen Japans gelobt wird. Mit Weidenbäumen, Steinpfaden, Holzbrücken und traditionellen Gebäuden, die sich im Wasser spiegeln, bietet diese Gegend eine der stimmungsvollsten und fotogensten Szenen in Kyoto.
Am südlichen Ende von Gion befindet sich der Yasaka-Schrein, der spirituelle Anker des Viertels. Er ist 24 Stunden am Tag geöffnet und besonders bezaubernd bei Nacht, wenn Hunderte von Laternen das Gelände beleuchten. Jeden Juli erwacht Gion während des berühmten Gion Matsuri, einem der größten und ältesten Festivals Japans, zum Leben und zieht Besucher aus dem ganzen Land an.
Für Reisende, die eine leicht zugängliche Einführung in traditionelle darstellende Künste suchen, bietet das Gion Corner tägliche Vorführungen von sieben klassischen japanischen Künsten – darunter Maiko-Tanz – in einer Umgebung, in der das Fotografieren erlaubt ist.
Wie man dorthin kommt
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Zug:
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Bahnhof Gion-Shijo (Keihan-Linie), ca. 5 Gehminuten
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Bahnhof Kyoto-Kawaramachi (Hankyu-Linie), ca. 10 Gehminuten
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Bus: Kyoto City Bus Linien 100 oder 206, Haltestelle Gion
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Zu Fuß: Leicht erreichbar von Kawaramachi und Pontocho Alley
Reisen
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Verwenden Sie die lokalen Begriffe Geiko und Maiko, um kulturelles Bewusstsein zu zeigen
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Verfolgen, blockieren, berühren oder belästigen Sie Geiko oder Maiko niemals für Fotos
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Das Fotografieren ist in bestimmten privaten Gassen verboten; es können Bußgelder anfallen (bis zu 10.000 ¥)
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Die meisten renommierten Restaurants erfordern eine Vorreservierung
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Frühe Morgenstunden bieten ruhige, stimmungsvolle Ausblicke, während Abende beleuchtete Teehäuser und ein lebhaftes Ambiente zeigen
Eintrittspreis:
- Freier Eintritt
(Zusätzliche Kosten für Aufführungen, Essen oder private Erlebnisse)
Öffnungszeiten:
- 24 Stunden geöffnet
(Geschäfte und Restaurants sind in der Regel von ca. 10:00 bis 20:00 Uhr geöffnet)