“Eine bedeutende buddhistische historische Stätte in Kapilavastu, gekennzeichnet durch die Ruinen von drei alten Ziegelstupas, einem alten Teich und dem Ort, an dem Rahula ordiniert wurde, inmitten einer friedlichen Atmosphäre.”
Nigrodharama-Tempel (Nigrodharama-Tempel), auch bekannt als Kudan, ist eine der wichtigen buddhistischen Stätten in der Nähe von Kapilavastu in Nepal. Das Wort „Nigrodharama“ bedeutet lokal „Banyanbaum“, da dieses Gebiet in alten Zeiten ein Wald voller großer Banyanbäume war, die Schatten und Kühle spendeten, ideal für Einsamkeit und Meditation. Daher befahl König Suddhodana den Bau eines Tempels an diesem Ort und nannte ihn „Nigrodharama-Tempel“.
Dieser Ort ist von immenser Bedeutung, da es der Tempel war, der von König Suddhodana und seinen königlichen Verwandten aus Kapilavastu gebaut wurde, um den Buddha etwa ein Jahr nach seiner Erleuchtung willkommen zu heißen. Bei dieser Gelegenheit kehrte er in seine Heimat zurück, begleitet von über 20.000 Arahants, was ein äußerst bedeutsames Ereignis in der buddhistischen Geschichte darstellt.
Vor seiner Rückkehr zögerten jedoch einige Verwandte und waren anderer Meinung, da sie Prinz Siddhartha immer noch als jemanden betrachteten, der weltliche Pflichten aufgegeben hatte, um Mönch zu werden. Dies schuf eindeutig einen Konflikt zwischen „dem weltlichen Pfad“ und „dem Dhamma-Pfad“.
König Suddhodana befahl daher, diesen Tempel südlich der Stadt zu bauen und schickte mehrfach königliche Boten, um den Buddha einzuladen. Diese Boten entwickelten jedoch, als sie den Buddha trafen, Glauben und wurden selbst Mönche. Schließlich wurde Ehrwürdiger Kaludayi Mahamatya, der sowohl ein Zeitgenosse als auch ein alter Freund war, geschickt, um ihn einzuladen, und es gelang ihm.
Als der Buddha im Nigrodharama-Tempel ankam und dort verweilte, kamen König Suddhodana und seine Verwandten, um ihn willkommen zu heißen. Obwohl anfangs zögerlich, versuchten einige Verwandte, Prinz Rahula daran zu hindern, ihn zu treffen. Doch schließlich brachte Prinzessin Yasodhara Rahula zum Buddha und bot ihm Almosenspeise an.
Ein bedeutendes Ereignis, das hier stattfand, war die Ordination Rahulas, nachdem er den Buddha um „Edlen Reichtum“ gebeten hatte, wodurch er der erste Novizenmönch im Buddhismus wurde. Zudem lehrte der Buddha seinen Vater, woraufhin dieser Sotapanna erlangte. Weitere Ereignisse sind Mahapajapati Gotamis Darbringung von Roben und Prinz Nandas Ordination.
Zu einem Zeitpunkt blieben seine Verwandten zweifelhaft, also vollbrachte der Buddha Wunder, wie „Regen, der nur auf diejenigen fällt, die nass werden wollen“, und präsentierte sich als ein König des Shakya-Clans, um deren falsche Ansichten zu zerstreuen, bevor er über das Vessantara-Jataka, seine letzte Geburt vor der Erleuchtung, lehrte.
Archäologisch gesehen weist das heutige Kudan-Gebiet die Ruinen von drei großen alten Ziegelstupas auf, die in späteren Perioden in Schichten gebaut wurden, mit hohen aufsteigenden Treppen. Es gibt auch einen alten Teich, dessen klare Überreste noch zu sehen sind, was die systematische Nutzung des Gebiets in der Vergangenheit widerspiegelt.
Die Umgebung wurde zu einem ruhigen Garten entwickelt, geeignet zum Spazierengehen, Meditieren und Pilgern, besonders morgens und abends, wenn die Atmosphäre besonders friedlich ist.
In späteren Perioden, als der Buddhismus zurückging, platzierten Hindus hier ein Shiva-Lingam, und Überreste hinduistischer Verehrung sind heute noch zu sehen, was die gemeinsame Nutzung dieses heiligen Raumes durch mehrere Religionen widerspiegelt.
Der Nigrodharama-Tempel ist daher nicht nur eine archäologische Stätte, sondern auch ein Raum spiritueller Erinnerung, der Dankbarkeit, familiäre Beziehungen und den Übergang vom weltlichen Leben zum Dhamma tiefgreifend widerspiegelt.
Wie man dorthin kommt
- Mietwagen/Taxi: Die Fahrt von Lumbini Garden (Lumbini) dauert etwa 45–60 Minuten. Es wird empfohlen, ein Auto für einen kombinierten Ausflug mit Kapilavastu (Tilaurakot) zu mieten.
Reisen
- Die beste Reisezeit ist von November bis Februar, wenn das Wetter kühl und angenehm ist.
- Die umliegenden Reisfelder sind je nach Jahreszeit sowohl grün als auch golden und wunderschön.
- Sie sollten bequeme Wanderschuhe tragen, da es Treppen und weitläufiges Gelände gibt.
- Sie können kleine Geschenke für einheimische Kinder vorbereiten.
- Geeignet für Meditation und ruhige Besichtigung.
Eintrittspreis:
- Thailändische/SAARC-Bürger: ca. 20–50 Nepalesische Rupien (Reisepass zur Berechtigungsprüfung mitführen)
Öffnungszeiten:
- Täglich geöffnet: 06:00 – 18:00 Uhr (entsprechend Sonnenaufgang–Sonnenuntergang)